In drei Tagen um den Überlinger See

Ein feines Ziel hatte Wanderführer Ottmar Schweizer für die Drei-Tages-Wanderung der Ortsgruppe Mögglingen ausgesucht: auf dem Premiumwanderweg „SeeGang“ in drei Etappen um den Überlinger See. Nach einer sehr frühen Bahnanreise ging es mit Verspätung in Ludwigshafen am See los. Bei kühlen Temperaturen führte ein steiler Anstieg über den Blütenweg zum Sipplinger Berg mit einer ersten Aussicht auf den westlichen Bodensee und weiter über Sipplingen nach Überlingen. Mit dem Zug „Seehas“ fuhren die Wanderer zurück zur Krone in Ludwigshafen.

Der zweite Tag begann mit einer kurzen Busfahrt nach Bodman, wo man natürlich einen neugierigen Blick in den Skulpturengarten von Peter Lenk warf, dem Schöpfer der Imperia im Konstanzer Hafen. Von hier führte der Weg wiederum steil nach oben zur Ruine Altbodman, die ihre einstige Größe noch erahnen ließ. Durch Wiesen und Wald ging es über die Höhen des Bodanrück, wo plötzlich sowohl der Überlinger als auch der Untersee und in der Ferne Radolfzell zu sehen war. Nach einer Waldrast war auch schon bald der Einstieg zur Marienschlucht erreicht, die nach 11-jähriger Schließung erst seit Ende März wieder begehbar ist und zwar über einen gigantischen Stahl-Treppensteg. Ob diese Ingenieurleistung hier wirklich sein musste, war man geteilter Meinung. Der weitere Weg nach Wallhausen war dafür umso idyllischer, denn er ging direkt am See entlang. Jetzt war es nicht mehr weit zu unserem zweiten Quartier, der „Seeschau“ in Dingelsdorf, die zwar etwas aus der Zeit gefallen schien, aber ein vorzügliches Abendessen mit Seeblick geboten hat.

Am dritten Tag hat sich endlich auch die Sonne gezeigt und für angenehme Temperaturen gesorgt. Über den Aussichtspunkt Purren mit einer herrlichen Rundumsicht wanderte die Gruppe durch blühende Obstwiesen und an stattlichen Landhäusern vorbei zu einer schier endlosen Platanenallee, die direkt zum Eingang der Mainau führte. Hier erhielten die Wanderer den Tipp mit der Brauereigaststätte, in der sie nach einem Abstecher zur Mittagrast einkehrten. Die Aussicht auf Freizeit und einen Stadtbummel führte zu der Entscheidung, die restliche Strecke nach Konstanz mit dem Linienbus zurück zu legen. Vom dortigen Hafen eröffnete sich den zufriedenen Wanderern noch ein herrlicher Blick auf die Allgäuer Alpen. Auf der reibungslosen Rückfahrt blickten die Teilnehmer auf drei wunderschöne Wandertage zurück und bedankten sich beim Wanderführer für die perfekte Planung und Organisation der Tour.

Ruine Altbodman             In der Marienschlucht

Ipf und Kelten in Bopfingen

Am letzten Samstag hatten wir Gelegenheit, an einer offenen Führung teilzunehmen, die Katja Baumgärtner für die Gesellschaft für Archäologie angeboten hat. Es war ein Intensivkurs zu den Kelten, die vor über 2000 Jahren unsere Heimat bewohnten und reichlich Spuren hinterlassen haben. Zuerst im neuen Ipfmuseum im historischen Seelhaus hat uns Katja mit ihrem großen Fachwissen an Hand der ausgestellten Fundstücke in die Welt der Kelten entführt und in der Freilichtanlage am Fuß des Ipf eine Vorstellung von deren Bauten vermittelt. Bei der anschließenden Besteigung des Gipfelplateaus wurde das ganze Ausmaß der Wallanlagen sichtbar. Eine herrliche Aussicht ins Ries und auf das Härtsfeld belohnte für die Mühen des Aufstiegs. Ein ganz besonderer Dank gilt Katja für ihr großes ehrenamtliches Engagement in der Archäologie und ihrer Vermittlung.

Von Horn zum Osterbrunnen in Schechingen

Neun Wanderer haben sich am Mittwoch eingefunden, um vom Federbachstausee in Horn, einem von elf Stauseen an der Lein, nach Schechingen zu wandern. Dort ließen sich zunächst alle Kaffee und leckere Kuchen schmecken, um dann anschließend den wiederum sehr besonderen Osterbrunnen zu bestaunen. Der Brunnen gilt als einer der schönsten in der Umgebung und ist mit ca. 13 500 bemalten Straußen-, Gänse, Enten-, Hühner- und Wachteleiern wohl auch der aufwendigste. Es ist erstaunlich, mit welcher Genauigkeit und Ausdruckskraft die Motive aufgetragen wurden. Dieses Jahr waren zusätzlich zu den sonst schon bekannten Motiven eine große Anzahl von Tieren der Wilhelma zu bewundern. Nach diesen Eindrücken ging es wieder zurück nach Horn, wo auf dem Weg außer Alpakas auch der gesamte Albtrauf vom Braunen Berg bis zum Hohenstaufen zu bestaunen waren.

Eiersuche am Ostermontag

23 Kinder haben sich mit ihren Eltern auf den Weg gemacht, um in Lauterburg nach Ostereiern zu suchen. Der Osterhase hatte dem Wanderführer in einem Brief mitgeteilt, dass er auf dem Mittelberg für die Kinder der Ortsgruppe Mögglingen Eier versteckt habe. Aber es sei nicht so einfach, denn es sind ein paar Aufgaben zu lösen und mit Überraschungen ist zu rechnen. So machten sich die Kinder mit großem Eifer an die Aufgaben. Zunächst mussten sie an einem Seil aus einer kleinen Schlucht klettern, bevor sie aus Ästen einen Unterstand für den Osterhasen bauen mussten. Danach wurden sie mit verbundenen Augen an Bäume geführt, die sie nachher wiederfinden sollten. Nach einer Balancierstrecke auf einem Baumstamm mussten sie in einer Mulde ganz klein kriechen, damit sie von den „Elstern“ nicht gesehen wurden. Schließlich kamen sie an einen „Bach“, über den sie von ihren Eltern huckepack getragen werden mussten. Am Ende bauten die Kinder noch ein Lager für die Rehe aus den zuvor gesammelten Materialien. Nachdem alle Aufgaben gemeistert waren haben die Kinder auch bald die versteckten Ostergeschenke entdeckt. Sie hatten viel Spaß in der Natur und auch die Eltern waren erstaunt, wieviele Möglichkeiten der Wald auf der begrenzten Fläche geboten hat. In der Mögglinger Skihütte in Lauterburg gab es zum Abschluss leckeren Kuchen, Kaffee und Kakao.

Bunte Medaillen bei der Waldolympiade

Wer kann so hoch klettern wie ein Eichhörnchen? Wer bewegt sich bei Regen so schnell wie ein Feuersalamander? Wer trifft die Zapfen in den Korb? Das sind nur ein paar der Stationen, die bei der Waldolympiade des Albvereins Mögglingen am 1. März quer durch den Hegleswald führten. Die über 40 Teilnehmenden waren dabei ganz schön gefordert und Kinder und Eltern mussten gut zusammenarbeiten, um die acht Aufgaben zu meistern. Die 12 Familien waren aber alle mit viel Begeisterung dabei und bewiesen echten olympischen Teamgeist.

Das Ergebnis? Lauter strahlende Gesichter und handgemachte „Medaillen“: Jedes Kind hat fleißig olympische Ringe auf seiner persönlichen Holzscheibe gesammelt – selbst verdient und mit Stolz aufgemalt. Als Belohnung für den tollen Einsatz gab es eine Urkunde und eine kleine Überraschung.

An diesem Nachmittag hat sich eindeutig gezeigt: Nicht nur Eichhörnchen, Maulwurf oder Eichelhäher besitzen besondere Fähigkeiten – auch die Kinder stehen ihnen in Sachen Stärke, Schnelligkeit und Geschick in nichts nach!

Der nächste Familienausflug wartet auch schon. Haltet die Augen offen, denn am 6. April brauchen wir eure Adleraugen für unsere Ostereiersuche! Nähere Infos in einem der nächsten Mitteilungsblätter oder hier.

Zur SAV Hütte nach Heuchlingen

Zehn Unentwegte haben sich am letzten Mittwoch trotz schlechter Wettervorhersage am Postplatz getroffen, um zur Albvereinshütte nach Heuchlingen zu wandern. Prompt hat dann der Regen auch Punkt 14 Uhr begonnen und den Weg durch das Grubenholz und den Brackwang mehr oder weniger stark begleitet. Unterstützt wurde er von einem kräftigen Westwind, so dass die Wanderer gut durchweicht waren, als sie an der von Autowanderern gut besuchten Hütte ankamen. Zum Glück war noch ein Tisch frei und drei Stück Kuchen übrig sowie die leckeren Heuchlinger Butterbrezeln. Nach dem Aufwärmen herrschte dann auf dem Rückweg bestes Wanderwetter ohne Wind und Regen.

Winterwanderung vom 1. Februar 2026

Unter winterlichen Bedingungen fanden sich 15 Teilnehmer:innen am

Treffpunkt Skihütte Lauterburg ein, um bei der schon traditionellen

Winterwanderung dabei zu sein.

Auf einer dichten Schneedecke und teilweise gefrorenem Untergrund war

achtsames Gehen angesagt. Der Weg führte ein Stück entlang der

Langlauf-Loipe, durch den winterlichen Wald, passierte den Windpark

Lauterburg und endete wieder am Ausgangspunkt.

Dichter Nebel begleitete die Gruppe- die Sonne ließ sich leider nicht

blicken- was aber eine ganz besondere Atmosphäre schuf.

Beim Abschluss in der Skihütte wartete ein deftiges Essen und Kaffee

und Kuchen auf die Wanderer.

„Ich hab was gefunden!“ – Tierspurensuche mit dem Albverein

„Ich hab was gefunden!“ – „Schau mal hier, was ist das?“ – „Ich hab auch was entdeckt!“
Diese Rufe waren am 24. Januar bei der Tierspurensuche des Schwäbischen Albvereins Mögglingen immer wieder zu hören. Trotz des größtenteils bereits geschmolzenen Schnees in Lauterburg gab es im Wald jede Menge Tierspuren zu entdecken. Das bewiesen jedenfalls die acht großen und kleinen Spurendetektive.

Schon zu Beginn stellten die Kinder ihr detektivisches Gespür beim Tierratespiel und beim Laufquiz unter Beweis. Gemeinsam wurde überlegt, welche Spuren außer Fährten die Tiere noch hinterlassen und welche Hinweise zu welchem Tier gehören. Das stellte auch die Erwachsenen teilweise vor Herausforderungen. Denn nicht nur Fußspuren verraten die Anwesenheit von Tieren, sondern auch ihre Behausungen, Fraßspuren, Losung sowie Teile von Fell oder Gefieder.

Mit diesem Wissen ging es schließlich tiefer in den Wald auf Spurensuche. Und die war äußerst erfolgreich: angeknabberte Zapfen von Eichhörnchen und Mäusen, Losung und Wildwechsel vom Reh, Gebräch vom Wildschwein, zerrupfte Federn sowie mehrere Erdhöhlen wurden entdeckt. Alles in allem war es ein spannender und aufschlussreicher Nachmittag, dem selbst die winterliche Kälte nichts anhaben konnte.

Bei hoffentlich wärmeren Temperaturen geht es bei der nächsten Familienaktion wieder in den Wald: Zur „Waldolympiade“ am 1. März. Kommt vorbei und sichert euch eure Medaille!

Fremde Nachbarn – Rom und die Germanen

Gleich 13 Interessierte sind am Mittwoch, 14.01. der Einladung von Katja Baumgärtner gefolgt, nach einer kurzen Tour durch das Aalener Hüttfeld die Sonderausstellung „Fremde Nachbarn – Rom und die Germanen“ im Limesmuseum zu besuchen. Mit ihrer großen Fachkenntnis und Begeisterung hat es Katja wieder einmal trefflich verstanden, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und ihnen den Alltag in unserem Grenzgebiet zwischen Römern und Germanen näherzubringen. Sie hat  Funktion und Bedeutung der aus ganz Europa stammenden Ausstellungstücke detailliert beschrieben und dabei anschaulich erklärt, wie die unterschiedlichen Kulturen vor rund  2000 Jahren gehandelt, gestritten und voneinander gelernt haben. Zum Abschluss haben die heutigen „Germanen“ beim „Römer“ Salvatore in Hofherrnweiler leckere Pizza genossen.